2010-11
WGB zum Grundschulwesen:
Baulicher und Räumlicher Zustand verlangen hohe Investitionen
Die demographische Entwicklung – sinkende Einwohnerzahlen und eine steigende Zahl älterer Menschen – wird auch in Brake immer mehr zum Thema und prägt kommunalpolitische Diskussionen. Folgerichtig beantragte die WGB-Stadtratsfraktion im Oktober 2007 in einem Schreiben an Bürgermeister Roland Schiefke das Einrichten einer „Arbeitsgruppe Demographischer Wandel“. Auch bei der Debatte um die bauliche Situation der Grundschulen spielt die demographische Entwicklung eine zentrale Rolle. Das meint zumindest die Wählergemeinschaft Brake. Sie will deshalb, dass das Grundschulwesen in der Kreisstadt vorausschauend bewertet und geplant wird. Auf dieser Grundlage müsse in allen Grundschulen ein baulich und räumlich höherer, modernerer Standard erreicht werden. Nach Auffassung der WGB wäre es nämlich ein Fehler, sich jetzt nur mit den gerade aktuell erkennbaren Mängeln und deren Beseitigung zu beschäftigen. Das würde trotz hoher finanzieller Aufwendungen nicht das Kernproblem treffen, so die WGB.
Angesichts immer weniger Schülerinnen und Schüler in Brake bringt die WGB konkret schon jetzt ins Gespräch, dass das Schulgebäude an der Kirchenstraße in absehbarer Zeit für Grundschulzwecke genutzt werden könnte. Hier könnten die Eichendorffschule und die Grundschule Harrien untergebracht werden. Das hätte einen großen Vorteil: Beide Grundschulen würden dann über eine Turnhalle verfügen.
Die WGB meint: Alles in allem sind die Gebäude der fünf Grundschulen, die in der Trägerschaft der Stadt Brake stehen, in keinem guten baulichen Zustand. Auf diesem Gebiet steht der Stadt – so die WGB - „erheblicher Handlungsbedarf mit einem voraussichtlich nicht unbeträchtlichen Investitionsvolumen ins Haus“. Extrem schlecht scheinen die Verhältnisse in der Grundschule Kirchhammelwarden zu sein, heißt es in einem Schreiben der WGB-Stadtratsfraktion an Bürgermeister Roland Schiefke vom 11. März 2008: Schon im Januar 2008 hatte sich die WGB für grundlegende Sanierungsmaßnahmen an dieser Schule ausgesprochen; auch ein Neubau sollte nach ihrer Ansicht geprüft werden. In den Braker Grundschulen fehlten unter anderem Nebenräume für die unterschiedlichsten Zwecke, ist dem Brief an Bürgermeister Roland Schiefke vom März zu entnehmen. Und drei der fünf Grundschulen hätten keine eigene Turn- oder Sporthalle. Dabei handelt es sich um die Grundschule Golzwarden, die Grundschule Eichendorffschule und Grundschule Harrien.Schlussfolgerung von der Warte der Wählergemeinschaft Brake aus (und Inhalt eines Antrages ihrer Stadtratsfraktion): In einer Grundsatzentscheidung soll vom Rat bekundet werden, dass die Stadt die räumlichen Verhältnisse in den Grundschulen in städtischer Trägerschaft verbessern will - „sowohl anforderungsgerecht als auch unter Beachtung der demographischen Entwicklung zukunftsorientiert und unter besonderer Berücksichtigung der funktionalen Ausrichtung“. Ein Entwicklungsprogramm soll dann die Inhalte bestimmen, die sich aus der Grundsatzentscheidung ergeben. Anschließend wäre eine Prioritätenliste erforderlich. Die WGB geht dabei davon aus, dass die Finanzierung der Maßnahmen auf mehrere Haushaltsjahre verteilt werden müsste.
Antrag demographischer Wandel 2010-11-24